dPMR Produktinformationen
dPMR Association Referenez PDF-Dokument über dPMR.. Download>>

dPMR ist eine 100% digitale Schmalband (6,25 kHz) FDMA-Technologie, die viele Formen der Sprach- bzw. Datenanwendungen unterstuetzt.


Das FDMA-Protokoll spezifiziert in der TS102 490 und TS102 658 ETSI-Norm, entspricht der europäischen harmonisierten Norm EN301 166-2 zur Benutzung auf 6,25 kHz-Kanälen.More >>

 

 
Download FAQ Document Here >>
   

Häufig gestellte Fragen zu Schmalbandtechnologien


Dies ist ein Informationspapier bezüglich der neuesten Informationen zu den entsprechenden Schmalband-Funktechnologien, die derzeit auf dem Markt sind. Es soll einen neutralen und ausgewogenen Überblick über die entsprechenden Technologien geben und ebenfalls Fehlauslegungen und Missverständnisse ausräumen, wie sie in verschiedenen Veröffentlichungen von Präsentationsmaterialien gesehen wurden, die derzeit im Umlauf sind.


Dieses Dokument wurde von der dPMR® MoU Promotion Working Group mit vollem Einverständnis und der Zustimmung der Mitgliedsunternehmen erstellt. Die dPMR® MoU hofft, dass dieses Dokument Klarheit über die Unzahl derzeitig verfügbarer Informationen gibt. Die dPMR® MoU hat den Inhalt auf Richtigkeit überprüft, behält sich jedoch das Recht zu Änderungen und Korrekturen jedes Teils dieses Dokuments ohne weitere Verpflichtungen vor.



F1: Was bedeutet „Schmalband“ wirklich?

A1: Das sollte wohl gleich zu Anfang klargestellt werden. Um die Dinge einfach zu halten, Schmalband in seiner jetzigen Form bezieht sich auf die Benutzung von 12,5-kHz-Kanälen für PMR/LMR-Funkkommunikation. Da jedoch 6,25-kHz-Technologien existieren, würden diese wohl als „Ultra-Schmalband“ oder „sehr schmales Band“ bezeichnet.



F2: 6,25 kHz „äquivalent“ im Vergleich zu echter 6,25-kHz-Fähigkeit.
A2: Historisch gesehen haben professionelle Funksprechgeräte das Problem überfüllter Spektren/Kanäle durch die Verengung der Kanalabstände gelöst. Beispielsweise 50 kHz  25 kHz  12,5 kHz  6,25 kHz. Das DMR-System wird häufig als 6,25 kHz „äquivalent“ bezeichnet, dPMR® oder NXDN™ sind echte 6,25 kHz. Was grundsätzlich gemeint wird, ist dass die 2-Slot TDMA-Architektur von DMR das Äquivalent von zwei 6,25 kHz Sprach- oder Datenpfaden in einem 12,5-kHz-Kanal bietet. Der Kanalabstand der FDMA-Systeme beträgt 6,25 kHz. Für detailliertere Erklärungen des technischen Unterschieds von TDMA und FDMA besuchen Sie bitte die Registerkarte „Was ist dPMR®? “ auf der dPMR® MoU Website (http://www.dpmr-mou.org/what-is-dpmr-5-minutes.htm).



F3: Welche Arten von Schmalbandtechnologien/ Systemen gibt es denn eigentlich?

A3: Bitte beachten Sie, dass wir „digital“ nicht im Zusammenhang mit Schmalband benutzt haben. Das liegt daran, dass analoge Frequenzmodulation als Schmalbandtechnologie basierend auf der Erklärung in A1 oben betrachtet wird und damit als erste Art verfügbarer Schmalbandtechnologie. Diagramme können für die Systeme entsprechend der Diskussion in diesem Dokument mit Referenzen zu anderen Systemen auf Wunsch zur Verfügung gestellt werden.

Analoges Schmalband:
Die gute alte zuverlässige Frequenzmodulation
Wie oben erwähnt, sind 12,5-kHz-Produkte seit vielen Jahren lieferbar und auf sie trifft die Beschreibung der aktuellen Schmalband-Kanalabstandsnormen von 12,5 kHz zu.

Digitales Schmalband:

dPMR®:
dPMR® ist ein digitales 6,25 kHz FDMA-basiertes Protokoll, welches in den technischen Normen ETSI TS102 490 und TS102 658 beschrieben wird. Details, was dPMR® ist und leisten kann, finden Sie auf der dPMR® MoU Website, die grundsätzliche Struktur der dPMR® Suite finden Sie jedoch in der nachstehenden Grafik.

Wie das Diagramm zeigt, ist dPMR® ein voll funktionsfähiges System, das in der Lage ist, Kommunikationslösungen von lizenzfrei bis hin zu landesweiten Netzwerken zu bieten.


NXDN™:
NXDN™ ist ein digitales 12,5 kHz oder 6,25 kHz FDMA-basiertes Protokoll, welches in der NXDN™ Normensuite beschrieben ist. Details, was NXDN™ ist und leisten kann, finden Sie auf der NXDN™ Forum-Website (http://www.nxdn-forum.com/), die grundsätzliche Struktur der NXDN™ Suite finden Sie jedoch in der Grafik auf der nächsten Seite.

Wie das Diagramm zeigt, ist NXDN™ ein voll funktionsfähiges System, das in der Lage ist, flexible Bündelfunklösungen für kleine bis mittlere Netzwerke zu bieten.


DMR:
DMR ist ein digitaler 12,5 kHz 2-Slot TDMA-basiertes Protokoll, welches in der technischen Norm ETSI TS102 361 beschrieben wird. Details, was DMR ist und leisten kann, finden Sie auf der Website der DMR Association (http://dmrassociation.org/), die grundsätzliche Struktur der DMR-Suite finden Sie jedoch in der Grafik auf der nächsten Seite.


Wie das Diagramm zeigt, ist DMR ein voll funktionsfähiges System, das in der Lage ist, Kommunikationslösungen von lizenzfrei bis hin zu landesweiten Netzwerken zu bieten.


Andere digitale Systeme:

APCO Project 25:
APCO P25 ist ein sich entwickelnder digitaler Standard, der hauptsächlich auf den US-amerikanischen Markt für öffentliche Sicherheit ausgerichtet ist. Der derzeitige Phase 1-Teil des Standards ist ein digital 12,5 kHz FDMA-basiertes Protokoll, das in den Normen TIA APCO P25 beschrieben wird. Ein Phase 2-Standard, ein 2-Slot TDMA 12,5-kHz-Protokoll wurde ebenfalls kürzlich fertiggestellt.

Tetrapol:
Dies ist eine digitale 12,5 kHz FDMA-Norm, die ebenfalls auf den Markt für öffentliche Sicherheit, jedoch auch den High-End gewerblichen Markt ausgerichtet ist.

Tetra:
Dies ist ein digitales 25 kHz 4-Slot TDMA-basiertes Protokoll, das in der Normensuite ETSI EN300 392 beschrieben ist. Tetra ist ebenfalls auf den Markt für öffentliche Sicherheit, jedoch auch den High-End gewerblichen Markt ausgerichtet.

Japanische und chinesische Normen:
ARIB-Normen T-98 und T-102 sind NXDN™ basierte 6,25 kHz FDMA-Normen, die im japanischen Inlandsmarkt verfügbar sind. China entwickelt ebenfalls eine Digitalnorm mit der Bezeichnung Police Digital Trunking, die eine 12,5 kHz TDMA-basierte Norm ist.

All dies zeigt, dass es auch Bewegungen zur Anpassung der Grundnormen auf landesspezifische Systeme gibt.



F4: Was ist besser, 6,25 kHz FDMA oder 12,5 kHz TDMA?
A4: Das ist die große Preisfrage. Die Antwort ist, dass beide Technologien aufgrund der gebotenen Funktionen bzw. Vorteile vom Markt akzeptiert wurden. Das bedeutet im Grunde, dass es Raum für beide gibt und beide im Rennen noch gleichauf liegen. Nachstehend einige Fakten/Statistiken zu diesem „Rennen“.

Fakt 1: Wenigstens 65 %, wenn nicht mehr, ALLER Geschäfte von Funkgeräteherstellern (einschließlich Befürworter der TDMA-Technologie) sind analog FDMA-basiert und daran wird sich auch in absehbarer Zeit nichts ändern. FDMA hat der PMR/LMR-Industrie für mehr als 70 Jahre als eine zuverlässige und erprobte Funktechnologie gedient. Daher ist es nur schwer vorstellbar, dass die PMR/LMR-Welt nun auf digital umsteigt und FDMA plötzlich eine „minderwertige“ Technologie ist. Es ist immer noch die leistungsfähigste Methode, Spektrumeffizienz zu erreichen.

Fakt 2: Mit Stand Februar 2011 betrug die Anzahl der FCC-Lizenzen in den USA für Schmalband-Digitaltechnologien:
 79.900 FCC-Lizenzen für TDMA (DMR) und
 79.300 FCC-Lizenzen für 6,25 kHz FDMA
Dies zeigt, wie bereits erwähnt, dass der Markt beide Technologien gleich betrachtet und akzeptiert.

Fakt 4: Die Anzahl der Länder, in denen 6,25 kHz FDMA- und TDMA-Digitalsysteme benutzt werden, ist wahrscheinlich gleich. Die Mehrzahl der Länder hat nun Regelungen bzw. Bandpläne, welche die Nutzung von 6,25 kHz auf die eine oder andere Weise zulassen.

Fakt 5: Mit Stand Mai 2011 betrug die Anzahl der Körperschaften, die eine oder beide Technologien unterstützt:
- Mitglieder DMR Association: 26
- Mitglieder dPMR® MoU: 14
- Mitglieder NXDN™ Forum: 25
- Anzahl Doppelmitglieder: 5
- Anzahl Körperschaften, die 12,5 kHz TDMA unterstützen: 21
- Anzahl Körperschaften, die 6,25 kHz FDMA unterstützen: 34

Fakt 6: Mit Stand Mai 2011 war die Lieferantensituation für die entsprechenden Technologien wie folgt:
- 12,5 kHz TDMA-Hersteller mit Produkten*: 5
- 6,25 kHz FDMA-Hersteller mit Produkten*: 7
* Bitte beachten Sie, dass „Produkte“ auch Artikel sein können, die nicht allein Funkgeräte, sondern beispielsweise IC’s (Integrierte Schaltkreise) sind.

Bezüglich Behauptungen herstellerunabhängiger Bereitstellungen muss beachtet werden, dass nach hiesiger Kenntnislage zwei der fünf TDMA-Hersteller die Produkte anderer Hersteller rebranden. Es muss ebenfalls beachtet werden, dass ein TDMA-Hersteller bis heute geschätzte 90 % aller DMR-Produkte geliefert hat. Für 6,25 kHz FDMA rebrandet ein Hersteller die Produkte eines anderen Herstellers und bis heute haben überwiegend zwei Unternehmen den Markt beliefert.



F5: „Professionell“ im Vergleich zu „Einfach, kostengünstig“
A5: Es gab Kommentare in verschiedenen Medien, dass dPMR® ist ein kostengünstiges „nicht professionell“ orientiertes System sei. Dies sollte nicht mit der ursprünglichen Absicht verwechselt werden, dass dPMR® als ein „kostengünstiges, unkompliziertes“ Protokoll gedacht war. Dies bedeutet, dass die Technologie weitgehend durch die Nutzung bestehender FM-Hardware-Entwicklungsarchitektur genutzt werden kann.
Weiterhin bietet jedes der Systeme, wie mit den Diagrammen auf den vorhergehenden Seiten erklärt, im Grunde das gleiche Niveau an Funktionen, Bündelfunk- und Netzwerkfähigkeiten. Wie bei der Frage „Welches ist besser?“, ist die Antwort, „das System, welches den Anforderungen des Endbenutzers am ehesten entspricht“.



F6: Was gibt es zum Thema geistige Eigentumsrechte, Lizenzen oder Lizenzgebühren zu sagen?

A6: dPMR® wurde auch entwickelt, um geistige Eigentumsrechte zu vermeiden und die Gesamtkosten sowohl für den Hersteller wie letztlich auch den Endbenutzer zu verringern. Eine Stellungnahme zu dPMR® und geistigen Eigentumsrechten finden Sie auf der Website. Es werden auch keine Lizenzen benötigt, um dPMR® zu entwickeln. Hier kann die dPMR® MoU wiederum Beratung für mögliche Entwickler zu diesem Thema liefern. Es ist jedoch allgemein bekannt, dass zur Entwicklung von DMR eine Lizenz benötigt wird, obwohl die Einzelheiten dazu ein Stillschweigeabkommen voraussetzen.


HAFTUNGSAUSSCHLUSS
Dieses Dokument wurde durch die dPMR® MoU als Referenzdokument verfasst.
Die Informationen in diesem Dokument wurden sorgfältig überprüft und es wird davon ausgegangen, dass sie korrekt und genau sind. Die dPMR® MoU übernimmt jedoch keine Verantwortung für Ungenauigkeiten oder Fehler.

Überarbeitungen des Dokuments
Die dPMR® MoU behält sich das Recht vor, jederzeit und ohne Vorankündigung oder weitere Verpflichtungen Änderungen am Inhalt dieses Dokuments vorzunehmen.

Dokument-Copyrights
Die Vervielfältigung oder Verteilung dieses Dokuments oder Teilen davon ist ohne die ausdrückliche Zustimmung der dPMR® MoU unzulässig. Vervielfältigung, Verteilung oder Übertragung für jeglichen Zweck in jeglicher Form oder mit jeglichem Mittel, elektronisch oder mechanisch, ist nur mit der ausdrücklichen Genehmigung der dPMR® MoU zulässig.
Marken

dPMR und das dPMR Logo sind eingetragene Marken der dPMR MoU Association in Europa, den Vereinigten Staaten, Japan, China bzw. anderen Ländern.
NXDN ist eine Marke von Icom Inc. und der Kenwood Corporation.
Alle anderen Produkte oder Marken sind eingetragene Marken oder Marken der jeweiligen Rechteinhaber.
Häufig gestellte Fragen zu Schmalbandtechnologien | Copyright 2011 dPMR MoU – Alle Rechte vorbehalten